VORSCHAU 21. BERLINER MÄRCHENTAGE 2010
»VOM RIO GRANDE BIS FEUERLAND«
Märchen und Geschichten aus Lateinamerika -
4. bis 21. November 2010
Aus Anlass der 200jährigen Unabhängigkeit vieler lateinamerikanischer Staaten legen wir 2010 den thematischen Schwerpunkt auf Mittel- und Südamerika. Die Märchen und Geschichte(n) der Region, ihre Kultur und Literatur stehen dabei im Fokus. In zahlreichen Veranstaltungen zeigen wir ibero-amerikanische Lebendigkeit, die bis heute im Dreiklang der frühen Hochkulturen, der Kolonialherrschaft und der Moderne schwingt.
Die geheimnisvollen Rituale und wissenschaftlichen Entdeckungen indianischer Völker wie der Mapuche, Toba, Inkas und Guarani bieten märchenhaft mythischen Erzählstoff. Das Publikum kann den Erzählungen und der Musik der Gauchos lauschen, die von den Argentiniern tief verehrte Evita bewundern und große Literatur von Jorge Luis Borges, Julio Cortázar und zeitgenössischen AutorInnen erleben.
Wir heißen Geschichten vom Río Grande, aus den Schluchten der Sierra Madre und den Wüsten des Mexikanischen Hochlandes in Berlin willkommen. Die Vielzahl der Feste und Traditionen, wie die Charreadas genannten Reiterspiele und das für uns skurril anmutenden Totenfest, wollen wir den Berlinern genauso wie den Sonnenmythos der Azteken, Olmeken und Mayas vorstellen.
Über Jahrhunderte erfolgte durch die spanischen Konquistadoren und verschiedene Einwanderungswellen eine Vermischung mit einer Vielzahl europäischer Kulturen. Die Siedler, die aus unterschiedlichsten Beweggründen in die Neue Welt kamen, nahmen ihre Traditionen und Geschichten mit nach Lateinamerika und begründeten dort eine vielschichtige, multikulturelle Gesellschaft.
So wollen wir nicht nur die bekannten Überlieferungen, sondern auch das Lateinamerika des 21. Jahrhunderts entdecken.
Ich bin das Land
Meine Augen sind der Himmel
Meine Glieder sind die Bäume
Ich bin der Fels, die Wassertiefe
Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen
Ich bin selbst Natur (Maxime der Inka)
